Aktuelles

 

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01.03.2020

Staffel und Schulte holen Bronze

Die fünf Teamkameradinnen (von unten nach oben) Tanja Tejero-Jurksas, Claudia Schulte, Maria Wolff, Dagmar Lütge und Ute Fischer.

Zu den nationalen Titelkämpfen der Seniorenleichtathleten in Erfurt waren in dieser Hallensaison wieder über 1.100 Sportler aus der ganzen Republik gemeldet. Wie hoch das Niveau der Leistungen bis in hohe Altersklassen reicht, zeigte unter anderem der Europarekord über 800m von Herbert Müller (LAV Bayer-Uerdingen/Dormagen) in der M90. Der in Erfurt geehrte „Senioren-Leichtathlet des Jahres“ kam mit 4:13 Min. ins Ziel. Auch am emotionalen Schlusspunkt der Meisterschaften war er beteiligt: Als Müller mit der National-Staffel der M85 für einen neuen Weltrekord über 4x200m sorgte, tobten die Zuschauer in der Halle.

Auch fünf Athletinnen des TV Unna hatten sich für zahlreiche Disziplinen qualifiziert und waren dieses Jahr wieder dabei. Wenn auch nicht auf Rekordkurs, so ist die intensive Atmosphäre der Deutschen Meisterschaften ein besonderes Erlebnis und guter Rahmen für optimale Leistungen.

Dass es damit nicht immer klappt, gehört zum Sport dazu. So wurde auch dieser Wettkampf wie schon die NRW-Meisterschaften im Januar zu einer Berg- und Talfahrt. Zunächst startete Claudia Schulte (W50) gut in den Wettbewerb mit dem 60m Kurzsprint. Am Ende der Vorläufe fehlten ihr nur acht Hundertstel für einen Platz im Finale. „Die habe ich am Start liegen gelassen und auf den ersten Metern“, erklärt sie.

Kurz darauf bahnte sich beim Weitsprung der W55 ein Wechselbad der Gefühle an. Maria Wolff jubelte über ihre Leistung, die deutlich besser als in den letzten Jahren war und mit der sie einen guten sechsten Platz belegte. Derweil verletzte sich Ute Fischer gleich beim ersten Sprung, musste von da an den Wettbewerben zusehen und fiel auch für die Staffel aus. Mit Schrecken und Bedauern verfolgten die Teamkolleginnen die Ereignisse.

Den nächsten Grund zur Freude lieferte das Speerwerfen der W50 draußen im Stadion. Bei guten Witterungsbedingungen zeigte Claudia Schulte mit einer beeindruckenden Wurfserie, dass sie sich an das neue Gewicht des 500g-Speers und seine Flugeigenschaften gut herangearbeitet hatte. Mit dem letzten Wurf auf 29,32m war ihr die Bronzemedaille nicht mehr zu nehmen. „Jetzt habe ich das Gefühl, die 30m sind drin.“, verrät sie ihre nächsten Ziele.

Auf der Rundbahn in der Halle saßen inzwischen die 200m-Läuferinnen in den Startblöcken. Hier zeigte sich Dagmar Lütge (W50) in Bestform. „Ich bin überglücklich über die unerwartet gute Zeit“, kommentierte sie die 31,74 Sek., mit denen sie sich von Meldeplatz 14 auf Urkundenrang 8 vorgekämpft hat. Tanja Tejero-Jurksas (W50) und Maria Wolff nahmen die Läufe als Test für die Staffel am Folgetag, nachdem sie erst verletzt, dann krank um ihren Einsatz bei der DM im Vorfeld gebangt hatten.

Im Hochsprung verfehlte Maria Wolff um einen Hauch die Silbermedaille, als sie doch noch an 1,27m scheiterte. Die übersprungenen 1,24m brachten ihr den vierten Platz ein. Wenige Meter entfernt versuchten sich am Ende des Tages noch Schulte und Tejero-Jurksas im Weitsprung. Nach zwei ungültigen Versuchen reichte Tejero-Jurksas Sicherheitssprung nicht für die eigentlich sitzenden 4m. Schulte zeigte sich zufrieden über die 4 vor dem Komma, die aber nicht für den Endkampf in einem starken Teilnehmerinnenfeld von 15 Starterinnen reichten.

Mit dem Kugelstoßen begann der nächste Wettkampftag für Maria Wolff. Hier konnte sie sich pushen, um nah an die Leistung des Vorjahres heranzustoßen und mit 9,47m einen guten sechsten Platz zu belegen.

Den Abschluss der Meisterschaften bilden die Staffelwettbewerbe über 4x200m. Diesen Höhepunkt wollten die TVUlerinnen nicht verpasssen und wagten trotz krankheitsbedingtem Trainingsrückstand den Start auch ohne Ute Fischer. Das Rennen lief von Anfang an flüssig und selbstbewusster als in den Einzelläufen am Tag zuvor. Vor allem Startläuferin Tejero-Jurksas und Schlussläuferin Wolff konnten mit gestärktem Selbstvertrauen die Runden angehen. Dazwischen sorgten gewohnt souverän Claudia Schulte und verlässlich stark Dagmar Lütge für das Halten der Stellung. Doch an die siegreiche Staffel aus Paderborn und das stark besetzte Team aus Neukieritzsch war kein Herankommen. So wurde es am Ende die Bronzemedaille und löste im Team Euphorie aus, mit der nun die nächsten Ziele wie die Langstaffel-DM oder auch die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften angegangen werden.

06.02.2020

Corinna Marschewski erhält NRW-Stipendium

Unna. Das ist ein Volltreffer!

Corinna Marschewski, engagierte Leichtathletik-Trainerin des TV Unna, staunte jetzt nicht schlecht, als die Sportjugend NRW an sie herantrat. Die 22-jährige Lehramts-Studentin erhält in diesem Jahr ein Stipendium in Höhe von 200 Euro monatlich. „Das ermöglicht mir, dass ich im November des Jahres dann die Trainer-C-Lizenz haben werde“, freute sie sich überaus. Erst vor zwei Jahren wechselte die Dortmunderin aus der großen Nachbarstadt in das Trainerteam des TV Unna, wo sie die U14-Leichtathleten trainiert. „Wir vermitteln den Kindern den Spaß an der Leichtathletik. Wenn sie wollen, können sie mit uns auch an Wettkämpfen teilnehmen. Das müssen sie aber nicht“, erklärt die 22-Jährige. Der Leichtathletik hat sie sich schon seit Kindesbeinen an verschrieben. „Der sportliche Reiz, über sich hinauswachsen zu können hat mich von Beginn an fasziniert. Das will ich nun als Trainerin weitergeben“, beschreibt sie ihren Werdegang.

Neben ihrer Trainertätigkeit beim TVU ist sie noch stellvertretende Jugendsprecherin der Leichtathleten im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. „Hier bin ich quasi das Bindeglied zwischen dem Verband Westfalen und seinen Vereinen.“ Mit dem Stipendium der Sportjugend NRW kann sie nun an den Wochenenden an den Trainer-Schulungen teilnehmen und muss nicht nebenbei arbeiten gehen. „Eine tolle Sache“, findet sie.

Neben Corinna Marschewski vom TV Unna ist auch Jugendbetreuerin Fenja Schulz (22) von der DLRG-Ortsgruppe Kamen mit diesem finanziellen Zuschuss bedacht worden. Die ausgewählten Kandidaten übernehmen besondere Verantwortung, vermitteln Werte sowie umfangreiche Kompetenzen. Die Sportjugend NRW hat vor kurzem insgesamt 30 neue Stipendien für „Junges Ehrenamt im Sport“ aus 154 Bewerbungen vergeben. Somit erhalten die zwischen 17 und 26 Jahre alten Jugendlichen seit Beginn 2020 für ein Jahr monatlich einen Betrag von je 200 Euro, um sich neben ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung weiterhin freiwillig und motiviert in ihrem jeweiligen Verein, Verband oder Stadt- beziehungsweise Kreissportbund einzubringen. Anstatt einen Nebenjob ausüben zu müssen, können sich die jungen Engagierten voll auf ihr Ehrenamt konzentrieren. Dabei zeichnen sich die Stipendiaten durch ihr besonderes Engagement in den Vereinen aus. tt

Quelle: Hellweger Anzeiger vom 06.02.2020

12.01.2020

Hochs und Tiefs bei NRW-Meisterschaften

Stolz und zufrieden mit dem Auftakt der Meisterschaftssaison: Claudia Schulte (li.) und Maria Wolff.

Die Offenen NRW Senioren-Hallenmeisterschaften wurden am Sonntag wie auch schon in den vergangenen Jahren im Düsseldorfer Arena-Sportpark ausgetragen. Unter den 450 Athleten zwischen 30 und 90 Jahren waren vier Sportlerinnen vom TV Unna dabei.

Diesmal gab es gleich zum Auftakt einen Tiefpunkt, großen Schreck und starke Schmerzen, als sich Tanja Tejero-Jurksas (W50) während ihres 60m-Laufs eine Muskelverletzung zuzog und stürzte. Vereinskameradin Claudia Schulte (W50) bekam den Schrecken hautnah auf der Nebenbahn mit. Ihre Zeit reichte dann aber doch noch für einen dritten Platz und die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, die Ende Februar in Erfurt ausgetragen werden.

Es sollte nicht der einzige Podestplatz und die einzige DM-Qualifikation bleiben. Auch im Weitsprung reichten Schulte sehr gute 4,21m für einen dritten Platz und die Starterlaubnis in Erfurt. Eine insgesamt gute Serie mit Sprüngen über die 4m-Marke stimmen für die Meisterschaften zuversichtlich.

Für weitere Höhepunkte sorgte Maria Wolff (W55). Gleich viermal stieg sie auf das Siegertreppchen mit einem ersten Platz im Weitsprung und drei dritten Plätzen über 200m, mit der Kugel und im Hochsprung. Vor allem auf die 1,28m, mit denen sie die Latte überquerte, ist sie stolz. Nach längerer Zeit erreichte sie damit fast Bestleistung und übersprang die gleiche Höhe wie auch die Zweitplatzierte. Alle vier Leistungen bestätigen komfortabel die Anforderungen für die DM.

Auch Dagmar Lütge (W50) reihte sich mit ihrer Leistung über 200m in diese Erfolgsspur ein und sicherte sich die DM-Qualifikation. Die als Favoritin gemeldete 4x200m-Staffel musste verletzungsbedingt auf ihren Start verzichten. Für die Deutschen Meisterschaften stehen jedoch alle Ampeln auf Grün und das Team um Trainer Friedrich Bäcker hofft auf schnelle Regeneration von Startläuferin Tejero-Jurksas.

Vorher steht allerdings noch das Unnaer Hochsprungmeeting auf dem Programm des TV-Unna. Dieses überregional beliebte und bekannte Event findet am 26.1. zum 29. Mal in den Hellweg Sporthallen statt und wird mit tatkräftiger Unterstützung auch der Senioren des TVU organisiert. Ab 10.30 Uhr ist dort Hochsprung auf höchstem Niveau zu sehen.

 

05.01.2020

Hochsprungmeeting in Clarholz

Siegerehrung W12, li. Lilli Hemcke, re. Mia Lüth

Mit vier Springerinnen war der TV Unna am vergangenen Wochenende beim 17. Clarholzer Hochsprungmeeting vertreten. Von der proppenvollen Sporthalle in Clarholz und dem hochkarätigen, international besetzten Springerfeld waren die TVU-Mädchen in ihrem ersten Wettkampf im Jahr 2020 stark beeindruckt.

TVU-Springerinnen mit dem Schweizer Loik Gasch, der in Clarholz mit 2,27m einen neuen Meeting-Rekord aufstellte.

Vor dem Aufwärmen ließen sie sich noch schnell mit dem Sieger der Männerkonkurrenz, dem Schweizer Loic Gasch ablichten. Er nutzte seine Chance und stellte mit übersprungenen 2,27m gleich mal eine Welt-Jahresbestleistung auf. Beim Einspringen ließen die Gegnerinnen unserer Mädchen gleich schon ihr Können aufblitzen, was nicht gerade zum Abbau der Nervosität beitrug.

Als einzige im Team konnte die 15-jährige Carina Steckel an ihre Vorjahresleistungen anknüpfen. Mit 1,40m stellte sie zum wiederholten Mal ihre persönliche Bestleistung ein. Mit dieser Höhe belegte sie in ihrer Wettkampfklasse den vierten Platz. Die 13-jährige Hannah Kalle, im vergangenen Jahr eine der Vorzeigeathletinnen des TV, kam mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht. Bei einer Bestleistung von 1,36m musste sie diesmal schon bei übersprungenen 1,24m die Segel streichen, während die spätere Siegerin ihrer Altersklasse, die Holländerin Julia Dokter mit 1,60m einen neuen Meeting-Rekord aufstellte.

Die besten Platzierungen erkämpften sich Lilli Hemcke und Mia Lüth in der Altersklasse W12, obwohl beide nicht annähernd an ihre Bestleistungen herankamen. Mia übersprang 1,24m und wurde Dritte, während Lilli knapp an der Höhe von 1,32m scheiterte und mit übersprungenen 1,28m höhengleich mit der Siegerin einen hervorragenden zweiten Platz auf dem Siegertreppchen erreichte.

Trainer Dirk Bode zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Leistungen seiner Mädchen und sah den Wettkampf vor allem als gelungene Vorbereitung auf das eigene Hochsprung-Meeting des TV Unna am 26. Januar in den Hellweg-Sporthallen. In den Trainingseinheiten bis dahin soll vor allem an der Wettkampfstabilität gearbeitet werden.