Aktuelles

 

logo_leicht_transparent
                    

04.03.2018

Leichtathletinnen des TV Unna bei Deutschen Hallenmeisterschaften

Die fünf Teamkameradinnen (v.l.) Tanja Tejero-Jurksas, Ute Fischer, Maria Wolff, Dagmar Lütge und Claudia Schulte

Zu den nationalen Titelkämpfen der Seniorenleichtathleten in Erfurt waren in dieser Hallensaison wieder über 1.000 Sportler aus der ganzen Republik gemeldet. Einige Teilnehmer hatten schon im Vorfeld für neue Europa- und Weltbestmarken ihrer Altersklassen gesorgt. So wurde etwa der Start von Eva Trost (ASV Piding) über 400m mit Spannung erwartet. Sie hatte jüngst über 800 Meter mit 2:16,73 Minuten in der Klasse W50 (!) einen neuen Hallenweltrekord aufgestellt. Zum ersten Mal mussten Zuschauer sogar Eintritt bezahlen, um Leistungen zu verfolgen, die nicht nur aus Seniorenperspektive beachtlich und sehenswert sind.

Wie schon seit sechs Jahren in Folge war auch der TV Unna wieder dabei. Diesmal waren es fünf Athletinnen, die sich allerdings in den Meldelisten für die Einzeldisziplinen recht weit hinten fanden. Doch bei der emotional intensiven Atmosphäre der Deutschen Meisterschaften geht es für sie vor allem darum, dabei zu sein und optimale Leistungen abzurufen.

Das gelang den Kurzsprinterinnen Claudia Schulte und Tanja Tejero-Jurksas (beide W45) über 60m recht gut. Dennoch reichte es bei dem hohen Leistungsniveau nicht für die Teilnahme am Finale. Schulte freute sich über einen fünften Urkundenrang im Speerwerfen und war auch mit ihrem Weitsprung über 4m zufrieden. Dass hier die zweimalige Olympiasiegerin Heike Drechsler zweit Tage lang als Kampfrichterin die Weitsprunggrube harkte, ist zugleich Ehre für die Sportler als auch typisch für den Gemeinschaftssinn des Sports.

Maria Wolff (W50) blieb krankheitsbedingt unter ihren Möglichkeiten im Hochsprung. Bei ihrem 200m-Lauf fühlte sie sich trotz ihres Trainingsrückstands sehr gut. Ute Fischer (W50) gelang es, sich mit einem routinierten Lauf über 200m von Platz 17 der Meldeliste auf Urkundenrang sieben zu verbessern.

Über 400m musste sie gegen die Weltrekordlerin Eva Trost antreten in einem insgesamt leistungsstarken Teilnehmerinnenfeld. Während aber die Favoritin wegen eines Linienfehlers disqualifiziert wurde, hätte Fischer beinahe noch Bronze erreicht. „Ich habe aus meiner Erfahrung im letzten Jahr gelernt und bin die zweite Hallenrunde deutlich schneller angegangen“, erklärt sie ihren Erfolg.

Den Abschluss der Meisterschaften bilden die Staffelwettbewerbe über 4x200m als emotionaler Höhepunkt der dreitägigen Wettkämpfe. Die Sprintstaffel des TVU ist bei der DM mittlerweile als Botschafterin der Stadt Unna bekannt, da sie immer wieder den großen Startgemeinschaften aus mehreren Vereinen und Großstädten trotzt.

Als eine der favorisierten Staffeln verletzungsbedingt absagen musste, rückte sogar ein Bronzerang in den Bereich des Möglichen. So liefen Tanja Tejero-Jurksas, Claudia Schulte, Ute Fischer und Dagmar Lütge motiviert in einem beherzten Rennen mit 2:03,67 Min. fast genau ihre Bestzeit aus dem Jahr zuvor. Doch schon nach den ersten beiden Wechseln zeigte sich ein harter Kampf mit der schlechter gemeldeten Staffel aus Halle und Umgebung. Fischer überholte eine gegnerische Läuferin und verschaffte Schlussläuferin Lütge eine gute Ausgangsposition. Wie gewohnt holte diese noch einmal alles aus sich heraus und überholte ebenfalls eine Staffel. An die Hallenser war jedoch nicht heranzukommen. Im zweiten Zeitlauf waren die Favoriten unterwegs, so dass es am Ende wie schon 2017 Rang vier wurde. „Aber die siegreichen Staffeln sind ja nicht nur erheblich jünger als wir, sondern auch noch größer“, scherzt Ersatzläuferin Maria Wolff, die einzige im Team, die deutlich die 1,70m überragt.

 

21.02.2018

Frauenpower des TV Unna zeigt sich in Westfälischer Bestenliste

Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften – das Staffel-Team mit Trainer Friedrich Bäcker

Jedes Jahr weist die Bestenliste die stärksten Leichtathleten Westfalens aus. Für die vergangene Freiluftsaison 2017 listet sie elf Sportler des TV Unna mit insgesamt 46 Nennungen. Bis auf Trainer Friedrich Bäcker sind es ausnahmslos die Frauen des Vereins, die sich platziert haben.

In den Schülerklassen ist es dieses Mal allein der 13-jährigen Carolin Woldt gelungen, in die Bestenliste aufzusteigen. Während es im Jugendbereich aufgrund der hohen Leistungsdichte schwierig ist, einen Platz zu erreichen, werden die Seniorenklassen nur bis Platz zehn gelistet wegen der deutlich geringeren Konkurrenz. Bemerkenswert sind hier allerdings 14 Top Drei-Platzierungen und insgesamt 15 Qualifikationen für die Deutschen Meisterschaften.

Dazu beigetragen hat auch Trainer Friedrich Bäcker (M65), der im Hochsprung auf dem dritten Platz rangiert und eine Starterlaubnis für die DM in der Tasche hat. Gleich zwei erste Ränge hält Gisela Sieben (W65) über 200m und 800m sowie einen zweiten Rang über 100m. Mit allen drei Disziplinen erreicht auch sie die Norm für die DM.

Die Werferinnen Ute Becker und Monika Pähler (beide W60) belegen führende Plätze: Becker hält mit der Kugel Rang eins und mit dem Diskus Rang zwei; Pähler erreichte mit dem Speer Rang eins, mit Kugel und Diskus Rang zwei. Gabriele Weller (neu in der W60) reichte ein einziger Wettkampf, um sich mit den drei Wurfgeräten in die Bestenliste einzuschreiben und für die DM zu qualifizieren.

Ein großes Spektrum an Disziplinen weisen die Platzierungen von Maria Wolff und Ute Fischer (beide W50) sowie Claudia Schulte und Dagmar Lütge (beide W45) auf. Fischers erster Platz über 1.500m ragt hier heraus wie auch der dritte Platz mit dem Diskus und DM-Qualifikationen in den Sprints und Sprüngen. Wolffs Hochsprungleistung entspricht ebenfalls der DM-Norm, eine von acht Nennungen. Zwei dritte Plätze hält Schulte (Hochsprung und Speerwurf) und DM-Qualis im Weitsprung und Speerwurf. Lütge konnte sich auf der 400m-Distanz für den nationalen Wettbewerb empfehlen und ist sieben Mal in der Liste vertreten.

Tanja Tejero-Jurksas (W45) hat es im Weitsprung in die Liste geschafft. Gemeinsam halten sie mit der 4x100m-Staffel Platz eins und treten in diesem Team auch zu den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften Anfang März in Erfurt an, wo neben der 4x200m-Staffel weitere Starts in den Sprints, im Weit- und Hochsprung sowie mit dem Speer auf sie warten.